Abschied.von der Er.de
und Trauer um

 

Elisa Enge

 


       

 

 
Der Blattsammler Gottes
Es wehte der Wind ein Blatt vom Baum,
leis' fiel es zur Erde nieder,
ich sah es kurz im meinem Traum,
schon nahm der Wind es wieder.
Ach, hätte ich's nur aufgefangen. 
Ein Engel kam und fing es ein,
nahm es weg von dieser Welt,
Gott hatte ihn dorthin gesandt,
er soll es bringen zum Himmelszelt.
 © RvB

 

 

        

Die Engelslichter
Ein Engel hat mir letzte Nacht
leis' diese Zeilen hier gebracht,
ich dankte ihm dafür im Traum,
schenkte ihm mein liebend Herz
als er dann schwebte Himmelwärts.
Ein Licht erstrahlt vom Himmel
nahm allen Glanz der Nacht,
gegangen war ein zarter Engel,
ein reines Licht, von Gott gemacht.

© RvB

       
Der Blumenengel
Ein Engel steht an deinem Grabe
legt für dich dort Blumen nieder,
in seinen Augen Tränen stehen
sie rinnen immer, immer wieder;
aber erkennen, konnte ich ihn nicht.
Es war ein Engel von der Erde,
nun, Gott hat ihn dir einst gesandt,
geboren um für dich zu sorgen
einfach "Mami", du ihn genannt.
 © RvB

 

       
Mein Platz in Mutters Herz
Mein Platz 
in Mutters Herz
 
Es brennt ein Lichtlein nur für dich
lodernd und warm in meinem Herz,
ich fühl' sein Flackern wenn du kommst
spür dann nur Liebe, keinen Schmerz.

Ach, könntest du nur bleiben.
© RvB

 

       
 
Die Rose "Liebe"
Es blühte einst 'ne Rose
leicht und unbeschwert
ihr Anblick war bezaubernd
schön und liebenswert;
auch duftete sie lieblich.
Liebe versprühte die zarte Rose,
ihr Duft zog übers weite Land,
sie war doch meine Schwester
ergriff oft meine Hand;
trag sie noch heute voller Schmerz
täglich tief, in meinem Herz.
Carpe diem - doch denke daran,
halt' immer fest an ihrer Liebe,
Ruhe bringt Frieden, irgendwann;
ich spür die Nähe, rieche den Duft,
sie lässt meinem Herzen,
- stets freie Luft.
 
© RvB

 

    

 

 

 

       
 
Ein Vöglein
Ein Vöglein sang an deinem Grabe,
erst allein, doch dann im Chor,
leise kamen noch mehr Vögel,
nur eine Stimme trat hervor.
Ich sah das Vöglein auf dem Buche,
geschnitten aus dunkelstem Granit,
sein Gesang war so bezaubernd,
erst hört ich zu, dann zirpt' ich mit.
Als Dank flog es dann ganz galant
- auf meine Hand.
© RvB

 

        
 
Gott ist 
die Liebe und das Licht
 
Einst ging ich durch die Wälder
lauscht' in die Stille der Natur,
ich fand dort meinen Frieden und
spürte meinen Herzschlag pur,
als ich das helle Licht gesehen.
Ein Engel trat aus ihm hervor
nahm mich an seine Hand,
ging mit mir zu einer Quelle
erfreut ich dort die Liebe fand.
 
© RvB

 

 

 

        


Mein Glöcklein, dein Glöcklein

Ein Glöcklein aus der Erde sprießt,
langsam still und sacht,
ich sah es zwischen Schnee und Eis,
sich winden aus der dunklen Nacht.

Ach Glöcklein mein, läute fein.
 
Es fing dann an zu läuten
nur nicht für mich allein,
gekommen ist’s zu sagen,
es würde ewig bei dir sein.

 © RvB
        
 

Was bleibt wenn ein geliebter Mensch von uns geht ?

... und die Hoffnung, dass man sich irgendwann wieder sieht.


 

 

        


       
        

Rudolf von Bingen

schrieb diese Abschiedsgedichte für Elisa Enge
und wünscht allen Trauernden, die Kraft loszulassen;
 

nur so wird aus dem Schmerz, dass ein lieber Mensch gegangen ist,

Freude und Hoffnung, dass er am Ziel angekommen ist.